Gedanken eine Mitgliedes der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien zu seiner Kirche

An die Verantwortlichen in unserer Evgl. Kirche A.B. in Rumänien,

vor zwei Wochen unterhielt ich mich ca. 1,5 Std. mit einem Herrn aus Bukarest, der von Euch damit beauftragt war, die Meinung inner- und ausserhalb der Kirche zu erkunden. Schon damals fragte ich mich, wie es sein kann, das die Oberhäupter einer Kirchengemeinschaft, die gerade einmal noch 12.000 – 13.500 Glieder umfasst, nicht wissen kann, was an der Basis gemeint wird? Aber nun gut, es sei wie es sei! Doch ich will es Euch nochmal ungefiltert sagen: Es läuft einiges schief in dieser Kirche.
Unserer Oberhäupter beschäftigen sich hauptsächlich damit, wie man für viel Geld einen Haufen Steine konservieren kann, damit auch Nachfolgende etwas von der einstmaligen Grösse der Siebenbürger Sachsen erfahren können. Dafür wird dann die Siebenbürgisch Sächsische Kirche aus der Taufe gehoben. In der ist dann von der Bibel nicht mehr viel die Rede. Außer es geht um alte, teure Bücher, die erhalten werden müssen. Auch Friedhöfe spielen in ihr immer schon (zumindest solange ich sie kenne) eine große Rolle. Und gerade hier würde die Bibel doch stören. Denn hier steht doch irgendwo etwas davon, dass man die Toten durchaus den toten überlassen kann. Und das die Lebendigen sich um die Lebenden kümmern sollten. Kirchenburgen, alte Pfarr- und Schulhäuser und Beerdigungsriten suche ich in meiner Bibel vergeblich!!!
Doch gerade die, die sich um Lebendigen in unserem Land kümmern sollen, werden teilweise stark behindert. Da gibt es Pfarrer, die sich um zehn und mehr Gemeinden in einen Umkreis von mehr als 30 km kümmern sollen und dabei weniger verdienen, als ein Hilfsarbeiter in der Fabrik. Und von diesem kargen Lohn, soll er dann auch noch sein Benzingeld bezahlen. Dafür unterhält die Kirche aber einen „Auslandsbischoff“, der sich um Schäfchen in Deutschland kümmern soll, die das gar nicht so wollen. Oder es werden Personen im LK bezahlt, bei denen man sich nur wundert, wie die den ganzen Tag totgeschlagen bekommen. Aber Hauptsache Dr. sag ich mal.
Nein Ihr Pfarrherren, Professoren u.ä. in unserer Kirchenführung. Das ist es nicht, was ich von Euch erwarte! Anstatt sinnlos Geld zu verpulvern, für Kirchenburgen und Pfarrhäuser die leeerstehen und die für die Evgl. Kirche A.B. keinen Sinn machen, sollte man diese lieber abgeben. Und sei es auch verschenkt. Denn Güter die nur Geld fressen, können wir uns nicht mehr leisten. Wenn die Ausgewanderten, der Staat oder wer weiss wer meinen, sie müssten erhalten werden, gebt sie Ihnen. Sollen die sich darum kümmern. Kirchen sind für uns nur sinnvoll, wenn darin auch regelmässig GOTTESDIENSTE gefeiert werden. Pfarrhäuser die nur zusammenrumpeln, braucht auch kein Mensch.
Gewinne aus Verkäufen sollten prinzipiell reinvestiert werden. Damit auch die Kirche der Zukunft überleben kann. Wälder und Felder sollten verkauft und in zusammenhängende Flächen investiert werden, damit diese sinnvoll bewirtschaftet werden können. Hierfür müssten zwar neue Strukturen geschaffen werden, Genossenschaften in den Bereichen Banken und Immobilienverwaltung, aber das müsste es wert sein. Und: Pfarrer sollten sich um die Betreuung der Gemeindeglieder und die Abhaltung von Gottesdiensten kümmern, Professoren um die Lehre des Nachwuchses und Wirtschafter um die Verwaltung der Güter. Nur dann kann langfistig etwas werden aus dieser Kirche.
Und Herr Bischoff, dann hättest Du vielleicht auch mal Zeit, Dich um Dinge zu kümmern, die wirklich wichtig sind. Wenn z.B. in einem Kirchenbezirk regelmässig Pfarrer weggemobbt werden, so solltest Du Dich darum kümmern. Dazu bis Du Bischoff. Was waren wir Stolz auf Dich, als Du der neue Bischoff wurdest. Heute fragen wir uns, was ist aus Dir geworden? Was haben falsche Berater aus Dir gemacht. Hey, komm einmal mehr zu unseren Partys und trink ein Bier mit uns und lass Dir sagen was wir denken. Dafür brauchst Du doch kein Meinungsforschungsinstitut. Und falsche Rücksicht brauchst Du bei uns auch nicht erwarten, wir wissen gar nicht was das ist. Aber Bischoff, lass Dich nicht in was reindrücken, was doch nicht Deins ist.
Bischoff fällt Dir nicht auch auf, das Deine Pfarrer zunehmend unzufrieden werden? Doch gerade die Pfarrer brauchen wir, um die Gemeindeglieder hier in Rumänien zu betreuen. Die Diskussion über die Aufnahme der Ausgewanderten in unsere Kirche bringt uns kein Stück weiter. Die die wir brauchen könnten, haben in DE schon eine Gemeinde o.ä. gefunden und die anderen suchen keine christliche Gemeinde sondern, einen volkstümlichen Gemeinschaftsanschluss. Wer wirklich geistige Betreuung gebraucht, wird in DE mit Sicherheit fündig. Also kümmert Euch um die, die noch hier sind und grossteil nur schwer zu erreichen sind. Und hört auf Euch ständig mehr zu spalten (aktive Pfarrer, Diakone usw.), sondern seht Euch mehr als Teile des Gesamtkörpers Christi. Und Du weisst ja wohl wer der König des Körpers ist? Nicht das Hirn, das Herz usw.! Wenn nicht, werde ich Dir gerne das erläutern.

Es grüsst Euch Euer Bruder Michael


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