Das Gute Haus ist down

Allen Hoffnungen zum Trotz, wurde das „Gute Haus“ (DGH) an diesem Wochenende geschlossen. Der offizielle Grund: Durch die Kündigung des Mietvertrages für das Gebäude(offiziell wurde der bestehende befristete Vertrag, nicht mehr von Seiten des Forums der Deutschen in Hermannstadt verlängert) zum Juni 2013, konnte der Trägerverein keinen Ersatz für eine ausgeschiedene Mitarbeiterin finden.

Ein erfolgreiches Projekt wurde damit auf dem Altar der persönlichen Eitelkeiten geopfert! Auf der einen Seite eine Organisation, deren Vorsitzender selbst in einem Schreiben schrieb, „das DFDH sich nicht mit sozialen Fragen beschäftigt“ und sich auch so gebärdet, auf der anderen Seite der Betreiber und dessen Vertreter, die auf die Richtigkeit ihrer Sichtweise bestehen und lieber eine Schließung in Kauf nehmen, als Schritte auf den anderen zuzugehen.

Was sind die Gründe für den Streit (zumindest offiziell):

1. Die Bewohner sind öfters länger als sechs Monate in der Einrichtung und nutzen dies zum kostenlosen wohnen
2. Auch Personen unter 18 Jahren sind in der Einrichtung (Kinder von Bewohnern)
3. Auch Frauen wurden aufgenommen.
4. Der Nachbar, der sich über alles und jeden beschwert.

Ich frage mich, wie will eine Organisation das bewerten, die nach eigener Auskunft sich nicht mit sozialen Fragen beschäftigt (so was nennt man im Übrigen asozial), wie lange eine Person braucht um resozialisiert zu sein? Zumal in einer Stadt, in der es schon traditionell viel zu wenig günstigen Mietraum gibt, und das trotz dessen, das sich der vom DFDH beherrschte Stadtrat, zumindest anfangs, darum bemühte entsprechenden Wohnraum zu schaffen. Doch wie lange braucht ein Mensch um von einer Krankheit geheilt zu werden? Richtig: Vedem. Das kommt auf die Krankheit an! Und ähnlich ist das bei Menschen die resozialisiert werden sollen: Ich kann das nicht begrenzen. Will ich Erfolg haben, muss ich die Geduld aufbringen, um dem Menschen die Zeit zu geben die er braucht. Und erfolgreich war DGH!

Und was soll man mit Vätern machen die Kinder haben? Abweisen? Eine Frage die sich leider in der Vergangenheit immer wieder gestellt hat! Man hätte die Kinder ja in die (Ironie on) hervorragenden Einrichtungen des Staates (Ironie off) zeitweise stecken können. Ist das die Lösung die sich das DFDH vorstellt? Denn das DFDH hat sich, was soziale Fragen angeht, immer gerne auf andere Organisationen berufen und sich besser nicht selbst die Finger schmutzig gemacht. Denn reden ist einfacher als handeln. Im Übrigen: Besteht das Diakonische Werk eigentlich noch?

Das gleiche gilt für Frauen. Wohin mit Ihnen, DFDH? Schon einmal darüber nachgedacht wie es in der von Ihnen regierten Stadt aussieht? Man macht sich über allerlei Gedanken, aber auch darüber wohin mit den Menschen, die gestrauchelt sind (im Übrigen immer wieder auch Deutsche, sprich Sachsen, die dann aber Gott sei Dank von der Kirche, soweit es geht, aufgefangen werden)? Eine Einrichtung die obdachlose Frauen aufnimmt, gibt es meines Wissen im ganzen Bezirk Hermannstadt nicht! Also wohin mit Ihnen? Mit Sicherheit ist das auch eine Frage, die das DFDH nicht kümmert.

Und dann der Nachbar!!!! Er hat sich das Haus, das auf der gleichen Hofstelle ist, für wenig Geld unter den Nagel gerissen, als DGH schon längst funktionierte. Ihm wurde auf Spenderkosten eine Trennwand gebaut. Doch permanent hatte er neue Beschwerden. Soll ich ihn wirklich ernst nehmen? Man sollte Ihm eine Zigeunerfamilie der übelsten Art in die Nachbarschaft setzen. Vielleicht merkt er ja dann, wie glücklich sein bisheriges Leben ist. Im Übrigen: DGH ist nicht der einzige Nachbar, der mit Ihm Schwierigkeiten hat.

Soweit dazu! Eine weitere Sache sollte noch angesprochen werden: Das DFDH bezeichnet sich immer als Geldgeber, der von seinem Mitsprachrecht Gebrauch machen will. Ich bin seit Jahren Geldgeber dieses Projektes. Wir haben zB. viel Geld für die Renovierung des Hauses bereitgestellt. Dürfen wir jetzt auch mitreden, was in dem gekaperten Haus rein soll? Schließlich könnte das Haus, ohne uns anderen Geldgebern, z.Z. gar nicht genutzt werden. Doch ich bin mir sicher, auch hierfür wird das DFDH eine Lösung in Ihrem Sinne finden. Was hat das DFDH eigentlich an finanzielle Mittel erbracht? Seit 2011 bezahlt das DFDH die Energiekosten. Weiterhin bezahlt DGH für das für soziale Zwecke Anfang der 90er Jahre vom Rotary Club Vöcklabruck angeschaffte Haus keine Miete. Wir danken dafür herzlich, aber fragen uns auch: Zu was berechtigt das?

Doch wie geht es weiter: Das Forum übernimmt ein von Grund auf renoviertes Haus (und ich kenne es vom Anfang an und weiß wie es aussah) und will ein neues Projekt installieren! Wie sieht das aus? Eine Organisation, die schon zwei unter ähnlichen Bedingungen erworbene Häuser in der Nachbarschaft DGH zweckentfremdet? Nein, so war hier zu hören, das soll hier nicht passieren. Doch warum soll man das glauben? Wie schon geschrieben, mit sozialen Fragen will man sich nicht die Finger schmutzig machen. Und „billigen“ Wohnraum schaffen, ist doch auch sozial! Oder ein grün angehauchtes bzw. –gestrichenes Hotel! Dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Hätte das Gute Haus gerettet werden können? Ich glaube nicht! Selbst wenn die Vertreter von Fortoschka „Kreide gefressen“ hätten, das DFDH hätte der Art „gebauchpinselt“ werden müssen, das es nicht zum Aushalten gewesen wäre. Zumal ich mich des Eindruckes nicht erwehren kann, das es sich hier um einen provozierten Konflikt handelt, um das Haus endlich, für was auch immer, selbst nutzen zu können. Und hierbei kommt natürlich auch dazu, dass der Vertreter von Fortoschka nicht einfach zu händeln war und ist. Aber Trotzdem…

Ich bin Traurig über den Verlauf. Ein Projekt das von meiner Frau Petra Stöckmann-Kothen und Jörg Georgi unter viel Schwierigkeiten durchgesetzt wurde, um denen, die es nach landläufiger Ansicht gar nicht geben darf, nämlich evangl. Pennern, zu helfen. Diesen ausgesetzten der evangelisch sächsischen Welt, die damals verstärkt, bettelnd über die Lande zogen, und teilweise auf den Pfarrhöfen durchgefüttert wurden. Und später dann auch verstärkt den anderen. Und ich höre jetzt auf, da ich sonst noch so schreibe, wie ich es nicht wollte.Nur soviel: Immer wieder werde ich angesprochen, ob ich nicht Mitglied im Forum werden will! NEIN DANKE, in einer solchen Organisation will ich nicht Mitglied werden.


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